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Bechsteinfledermaus

Fauna Fledermaus
Bechsteinfledermaus (Quelle: Matthias Hammer)

Verbreitung: In Bayern in den großen Laubwäldern Frankens (Frankenalb, Steigerwald, Haßberge, Spessart) weit, in Süd- und Ostbayern lückenhaft verbreitet.

Lebensraumansprüche: typische Waldfledermaus, die strukturreiche, alte Laubwälder oder Mischwälder mit einem großen Angebot an Quartieren in Baumhöhlen oder Nistkästen bevorzugt (Sommerquartiere von Wochenstuben und Einzeltieren). Die Kolonien bilden Wochenstubenverbände, die sich in Untergruppen mit häufig wechselnder Zusammensetzung aufteilen und alle paar Tage das Quartier wechseln. Besetzung der Wochenstuben ab Ende April, nur etwa 60-70% der Weibchen gebären ein Junges.

Die Art hat eine gute Manövrierfähigkeit, was die Jagd in unmittelbarer Umgebung zu den Quartieren, bevorzugt in Buchen- oder Buchen-Eichenwäldern, in denen reiches Unterholz vorhanden ist, ermöglicht. Zur Beute gehören Schmetterlinge, Zweiflügler, aber auch flugunfähige Gliederfüßer, die im Rüttelflug von Blättern, Äste oder dem Boden aufgenommen werden. Überwinterung zwischen Ende Oktober bis Ende März in unterirdischen Quartieren (Keller, Höhlen), die meist in Entfernungen bis 50 km zu den Sommerlebensräumen liegen.

Es überwintern immer wieder einzelne Bechsteinfledermäuse in einem der alten Lagerkeller im Buchenwald oberhalb des Naturschutzgebietes Buchleite.

Gefährdung: In Bayern gefährdet, in Deutschland stark gefährdet. Gefährdungsursachen sind z.B. Quartierverluste im Wald durch Reduzierung von Alt- und Totholzbeständen sowie Höhlenbäumen, Zerschneidung von Jagdhabitaten durch Anlage neuer Straßen in Waldgebieten, Störungen im Winterquartier.