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Breitflügelfledermaus

Fauna Fledermaus
Breitflügelfledermaus (Quelle: Andreas Zahn)

Verbreitung: In Bayern relativ gleichmäßig verbreitet bis lokal häufig im Westen (Schwaben, Mittelfranken) und in Teilen Ostbayerns. Im übrigen Gebiet über weite Strecken fehlend oder selten.

Lebensraumansprüche: Vorkommen bevorzugt in tieferen Lagen mit trocken-warmen und offenen bis parkartigen Landschaften und hohem Grünlandanteil. Sommerquartiere von Wochenstuben und Einzeltieren in spaltenförmigen Verstecken an Gebäuden v.a. im Dachbereich, auch hinter Verschalungen oder Fensterläden. Geburt der Jungen meist in der zweiten Junihälfte, diese sind nach wenigen Wochen flügge. Die Art jagt nachts in der Nähe der Sommerquartiere in unterschiedlichen Höhen entlang von Gehölzen, an Waldrändern, über Weiden und Wiesen, in Streuobstbeständen usw. Auf frisch gemähten Wiesen wird auch am Boden Beute ergriffen. Nahrung: v.a. Käfer, aber auch Schmetterlinge, Fliegen u.a. Standorttreu (die Winterquartiere sind meist weniger als 50 km vom Sommerlebensraum entfernt). Überwinterung ab September bis April in unterirdischen Verstecken wie Höhlen, Gewölben, seltener in Kellern, aber auch in Spalten an Gebäuden.

Die Breitflügelfledermaus verbringt regelmäßig den Winter in alten Lagerkellern im Buchenwald oberhalb des Naturschutzgebietes Buchleite. Die Gehölze und offenen Bereiche des NSG können als Jagdgebiet genutzt werden.

Gefährdung: In Bayern gefährdet. Ursachen für den Bestandsrückgang sind die Beeinträchtigung der Jagdlebensräume durch Veränderungen der Nutzung mit Verringerung des Grünlandanteiles, sodass die Tiere nicht genug Nahrung finden, die Zerstörung der Wochenstubenquartiere an Gebäuden durch unsachgemäße Renovierungsmaßnahmen, Störungen im Winterquartier.