Zurück zur Übersicht

Davalls Segge

Flora
Davalls Segge (Quelle: Dr. Andreas Zehm)

Verbreitung: Die steifblättrige Davall- oder Torf-Segge ist außerhalb der Alpen und des Alpenvorlandes von Natur aus selten bis sehr selten. Ursache ist ihre strenge Bindung an nährstoffarme, von Kalk beeinflusste Quellmoore und Nasswiesen.

Wie manche andere Seggen ist Davalls Segge „zweihäusig“, d. h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Im NSG Buchleite existieren nur zwei kleine Bestände mit je etwa 15 Pflanzen. Sie wachsen in unscheinbaren, kleinflächigen Kalkflachmooren am Fuß des wasserdurchlässigen Doggersandsteins an der Schichtgrenze zum Opalinuston.

Lebensraumansprüche: Die Segge blüht sehr früh im Jahr, normalerweise bereits im März. Sie wächst ausgesprochen horstförmig auf überrieselten Quellstandorten wie im NSG Buchleite oder auch an nährstoffarmen Quellgräben der Kalkgebiete. Manchmal findet sie sich auch in nassen Pfeifengraswiesen wie im NSG Schambachried bei Treuchtlingen.

Gefährdung: In den Alpen und im Alpenvorland ist Davalls Segge auch heute nur wenig gefährdet. In den übrigen Gebieten Bayerns ist der „Hackbart“ jedoch durch Drainage von Quellbereichen und Quellgräben, durch Intensivierung oder auch durch Aufgabe der Wiesennutzung stark gefährdet. Auch die Überdüngung der Landschaft fördert die Sukzession durch Gehölze auf früher stabilen Standorten. Selbst am Traufbereich des Fränkischen Jura mit seinen von Natur aus häufigeren Quellbereichen im Ornatenton und Opalinuston ist die Art heute selten geworden.