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Feldgrille

Fauna Heuschrecke
Feldgrille (Quelle: Horst Lößl)

Verbreitung: Die Feldgrille kommt in ganz Deutschland vor, erreicht aber in Südengland und Dänemark ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Die Vorkommen in Bayern weisen Schwerpunkte in wärmebegünstigten Regionen (z.B. Unter- und Mittelfranken) sowie in Gebieten mit überdurchschnittlicher Globalstrahlung auf (z.B. Voralpenraum).

Lebensraumansprüche: Die Feldgrille bewohnt trockene Wiesen, Heiden und Böschungen mit viel Sonneneinstrahlung. Feuchtflächen besiedelt die Art nur, wenn Überschwemmungen oder Staunässe ausgeschlossen sind, da die Larven in selbstgegrabenen Erdröhren überwintern. Extensiv bewirtschaftete Wiesen ohne oder nur mit wenig Düngung, aber mit gleichzeitigem Offenhalten der Vegetation durch Mahd oder Beweidung sind geeignete Lebensräume. Intensivwiesen werden ebenso gemieden wie dichtwüchsige Brachen.

Die Feldgrille ist auf den sonnenexponierten, schafbeweideten Hangleiten des NSG Buchleite flächendeckend verbreitet, was im Mai und Juni durch das laute Zirpen der balzenden Männchen vor ihren Wohnröhren am Erdboden leicht beobachtet werden kann.

Gefährdung: Die Feldgrille ist in Bayern gefährdet. Die wichtigsten Ursachen ihrer Bestandsrückgänge sind Nutzungsintensivierung, Bodenverdichtung durch schwere Maschinen, Aufgabe von extensiver Beweidung, Verbuschung, Aufforstung und Überbauung der Lebensräume. (Schaf-)Beweidung ist an sonnen- und wärmebegünstigten Traufhängen von zentraler Bedeutung zum Erhalt der Art.