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Große Wiesenameise

Fauna
Große Wiesenameise (Quelle: Jan Kyri)

Verbreitung: Europa und Asien; ganz Deutschland, in den Alpen bis auf 1500 üNN.

Lebensraumansprüche: Gehört zur Gruppe der Waldameisen, besiedelt aber überwiegend trockenwarme Lebensräume wie bebuschte Trockenrasen, trockene Zwergstrauch- und Kiefernheiden und warme Wiesenhänge in der Nähe von Gehölzen.

Nestanlage: flache Nesthügel aus pflanzlichem Material wie zerbissenen Grashalmen, kleinen Holzstückchen und Koniferennadeln, häufig vermischt mit Sand oder kleinen Steinchen.

Verhält sich territorial, alle ebenfalls revierbildenden und ähnliche Nahrungsquellen nutzenden Ameisenarten werden bekämpft.

Baut ein Straßensystem, auf dessen Hauptadern die Vegetation entfernt wird, was eine schnellere Futtersuche ermöglicht. Die Hauptstraßen werden über viele Jahre genutzt und sind oft in den Boden eingetieft, sie führen häufig zu Bäumen mit Baum- oder Rindenläusen (Honigtauproduzenten).

Nahrung: Honigtau, tierische Nahrung (viele Insektenarten, darunter zahlreiche Ameisen), Pflanzensäfte und Samen.

Wichtige Nahrungsquelle für den Grünspecht (v.a. im Winter) und den Schwarzspecht.

Im Naturschutzgebiet Buchleite findet die Art in Saumbereichen am Hangfuß des Magerrasens einen geeigneten Lebensraum.

Gefährdung: In Bayern gefährdet, in Deutschland Art der Vorwarnliste. Gefährdung durch die Nutzungsaufgabe von ertragsarmem Grasland mit nachfolgender Verbuschung oder Aufforstung derartiger Standorte.