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Großes Mausohr

Fauna Fledermaus
Großes Mausohr (Quelle: Wilhelm Gailberger / piclease)

Verbreitung: In Bayern mit Ausnahme der Hochlagen von Fichtelgebirge, Bayerischem Wald und Alpen und einiger ausgeräumter Agrarlandschaften fast flächendeckend verbreitet. Die mit Abstand größten Bestände in Mitteleuropa gibt es in Bayern.

Lebensraumansprüche: Gebäudefledermäuse mit Wochenstubenquartieren auf Dachböden von Kirchen, Schlössern u.a. Ab Ende Mai/Anfang Juni gebären die Weibchen je ein Junges. Auflösung der Wochenstuben ab Anfang August. Sommerquartiere der Männchen und teilweise der jüngeren Weibchen einzeln in Baumhöhlen, Fels- oder Gebäudespalten, Dachböden oder Fledermauskästen. Jagdgebiete meist bis zu 10 km vom Quartier entfernt, werden oft entlang von linearen Strukturen wie z.B. Hecken angeflogen. Jagd in strukturreichen Landschaften mit hohem Waldanteil, wobei unterwuchsarme Buchen- und Mischwälder bevorzugt werden. Nahrung: Großinsekten (insbesondere Laufkäfer, Kohlschnaken), die in der Nacht in langsamem, bodennahem Flug vom Boden oder dicht darüber gefangen werden. Ab Oktober Überwinterung in frostfreien unterirdischen Verstecken wie Höhlen oder Kellern. Zwischen Sommer- und Winterquartieren können Entfernungen von weit über 100 km liegen.

Das Große Mausohr verbringt regelmäßig den Winter in alten Lagerkellern im Buchenwald oberhalb des Naturschutzgebietes Buchleite.

Gefährdung: In Bayern Art der Vorwarnliste. Vielfältige Ursachen für Bestandsrückgänge, z.B. Zerstörung der Wochenstubenquartiere an Gebäuden durch unsachgemäße Renovierungsmaßnahmen, Beeinträchtigung der Jagdlebensräume im Wald durch Umbaumaßnahmen, Störungen im Winterquartier durch Besucher oder Feuerstellen vor oder in Höhlen.