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Grünspecht

Fauna Vogel
Grünspecht (Quelle: Stefan Ott / piclease)

Verbreitung: In Bayern lückig verbreitet. Das größte zusammenhängende flächige Vorkommen liegt in laubholzreichen Gebieten Nordwestbayerns.

Lebensraumansprüche: Der Grünspecht besiedelt halboffene Landschaften wie Parkanlagen, locker bebaute Wohngegenden mit altem Baumbestand, Streuobstbestände und Feldgehölze sowie die Randbereiche von Laub- und Mischwäldern. Dieser Höhlenbrüter benötigt einerseits einen hohen Altholzanteil an Laubbäumen, wo das Nest in selbst gebauten oder vorgefundenen und erweiterten Baumhöhlen angelegt wird, andererseits einen Mindestanteil kurzrasiger, magerer Flächen als Nahrungsgebiete, die reich an Ameisenvorkommen sind. Ameisen stellen die Hauptnahrung für den Grünspecht dar. Brutzeit April bis Juli, eine Jahresbrut.

Im Naturschutzgebiet Buchleite ist der Grünspecht regelmäßig zu hören („lachender“ Ruf). Er findet hier und im Waldrandbereich viele Altbäume als potenzielle Brutplätze. Mehr noch als der Grauspecht bevorzugt der Grünspecht Ameisen als Nahrung, deren Lebensräume in den alten Baumbeständen und den extensiv genutzten Streuobstwiesen und Magerrasen der Buchleite zu finden sind.

Gefährdung: In Bayern Art der Vorwarnliste. Als Brutvogel mosaikreicher Landschaften gefährdet durch (1) Rückgang der Ameisennahrung durch Nutzungsintensivierung oder -aufgabe mit Verbuschung von Magerstandorten, (2) Verlust der Bruthabitate durch Entfernung von Altholzbäumen am Waldrand und von Streuobstflächen.