Zurück zur Übersicht

Heidegrashüpfer

Fauna Heuschrecke
Heidegrashüpfer (Quelle: Joachim Holstein / piclease)

Verbreitung: Der Heidegrashüpfer ist eine euroasiatische Steppenart, die in ganz Bayern vorkommt, jedoch mit Verbreitungslücken in waldreichen und großklimatisch benachteiligten Mittelgebirgs- und Gebirgslagen. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt auf der Fränkischen und Schwäbischen Alb. Regelmäßige Vorkommen sind außerdem auf den Mainfränkischen Platten und in wärmebegünstigten Lagen im Alpenvorland.

Lebensraumansprüche: Der Heidegrashüpfer ist ein typischer Bewohner von trockenwarmen Kalkmagerrasen. Wichtige Habitatfaktoren sind gute Besonnung, flachgründiges und mageres Substrat sowie nur mäßig dichte Vegetationsdeckung. Schafbeweidung begünstigt die Vorkommen der Art, da durch diese extensive Nutzung ein geeignetes Habitatmosaik geschaffen und erhalten wird. Die Nahrung bilden Gräser, als Eiablagesubstrat dient der Wurzelfilz von Grashorsten.

Der Heidegrashüpfer ist auf den beweideten Magerrasen in den mittleren und oberen Hanglagen des NSG Buchleite regelmäßig verbreitet.

Gefährdung: Der Heidegrashüpfer gilt in Bayern als gefährdet. Ursache für Bestandsrückgänge ist der Verlust und die qualitative Verschlechterung der Magerrasenlebensräume. Nutzungsaufgabe und nachfolgende Verbuschung führen ebenfalls zu einem Verschwinden der Art. Regelmäßige und durchaus auch scharfe Beweidung mit Schafen ist eine geeignete Habitatpflege zum Erhalt der Vorkommen des Heidegrashüpfers.