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Hügel-Meier

Flora
Hügel-Meier (Quelle: Horst Lößl)

Verbreitung: Der niederliegend wachsende Hügel-Meier ist eine typische Pflanze der Kalkgebiete. In Bayern ist er im Fränkischen Jura und im Muschelkalk verbreitet, im Gipskeuper jedoch bereits selten. In diesen Gebieten wächst er meist auf beweideten Kalkmagerrasen, an Böschungen und an mageren Waldsäumen. Außerdem begleitet er die von Kalkschotter geprägten Alpenflüsse, teilweise in lockeren Kiefernwäldern. In anderen Landschaften Bayerns ist er selten oder fehlt völlig.

Im NSG Buchleite existieren große Bestände dieser Art, vor allem auf dem von Kalkschutt geprägten, trockenen Oberhang der Ostseite. Er zeigt jedoch durch sein Vorkommen auch die Grenze der vom Kalk beeinflussten Magerrasen an. Teilweise wächst er als Relikt in bereits von Altgras beherrschten Beständen.

Lebensraumansprüche: Der mit dem Waldmeister verwandte Hügel-Meier oder Hügel-Meister ist eine kennzeichnende Art kurzrasiger Kalkmagerrasen. Als submediterrane Art ist er ausgesprochen wärmeliebend. Das Rötegewächs blüht ab Juni bis in den August hinein mit kleinen, unscheinbaren weißlichen oder etwas rötlichen vierspaltigen Blüten. Die niedrigwüchsige Art vermehrt sich durch kurze unterirdische Ausläufer. Sie unterliegt leicht der Konkurrenz durch höherwüchsige Arten.

Gefährdung: Der Hügel-Meier ist durch die Aufgabe oder durch unzureichende Weidenutzung sowie durch Sukzession stark im Rückgang. In Bayern ist er jedoch bislang nur potenziell gefährdet. Seine Vorkommen zeigen noch relativ intakte Magerrasen an.