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Plumpschrecke

Fauna Heuschrecke
Plumpschrecke (Quelle: Georg Waeber)

Verbreitung: Die Plumpschrecke weist nur eine eng begrenzte Gesamtverbreitung in Süddeutschland, Österreich, Tschechien und Slowakei auf. Die Frankenalb und die Schwäbische Alb stellen die wichtigsten Vorkommensgebiete Deutschlands dar.

Lebensraumansprüche: In Nordbayern werden v.a. Mittelgebirgslagen der Kalk-, Gipskeuper- und Basaltgebiete in Höhenbereichen zwischen 400 und 600 m üNN besiedelt. Kaltluftsenken werden gemieden. Die Lebensräume der Art sind hochwüchsige Staudenfluren und Altgrasbestände, wie z.B. extensive Grünlandflächen mit jährlicher Herbstmahd. Des Weiteren werden krautreiche Säume an Waldrändern bewohnt.

Durch die Grünfärbung und versteckte Lebensweise in dichter Krautschicht kann die Plumpschrecke leicht übersehen werden. Ihr Gesang ist nur in warmen Juninächten mithilfe eines Ultraschalldetektors hörbar. Im NSG Buchleite kommt die Art in den talnahen Staudenfluren und an verbuschenden Gehölzsäumen vor.

Gefährdung: Die Plumpschrecke ist aktuell nicht gefährdet. Aufgrund des kleinen Verbreitungsareales mit Schwerpunkt in Nordbayern muss die Plumpschrecke als „Verantwortungsart“ für Bayern eingestuft werden. Wichtig zum Erhalt der Artvorkommen ist das Vorhandensein von verbuschenden Säumen und von Staudenfluren, die nur einmal und spät im Jahr gemäht werden.