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Westliche Beißschrecke

Fauna Heuschrecke
Westliche Beißschrecke (Quelle: Horst Lößl)

Verbreitung: Die Westliche Beißschrecke kommt in West- und Zentraleuropa vor. In Nordwestbayern liegt der bayerische Verbreitungsschwerpunkt. Südlich der Donau und östlich einer Linie Regensburg - Bayreuth existieren nur wenige isolierte Vorkommen.

Lebensraumansprüche: Geeignete Lebensräume sind trockenwarme Magerrasen mit starker Sonneneinstrahlung, lückiger Vegetation und offenen Bodenstellen. Kalkmagerrasen wird deutlich gegenüber Silikatmagerrasen bevorzugt. Die häufigste Nutzungsform an Vorkommensorten der Art in Bayern ist die Schafbeweidung. Diese schafft an steilen, südexponierten Juratraufhängen das notwendige Habitatmosaik mit offenen Störstellen für die Eiablage sowie Saum- und Verbuschungsstrukturen als Verstecke und Schattenspender.

Im NSG Buchleite lebt die Art auf den flachgründigen schafbeweideten Magerrasen an der Ost- und Südostseite.

Gefährdung: Die Westliche Beißschrecke ist in Bayern gefährdet. Ursache für Bestandsrückgänge ist die Aufgabe von Schafbeweidung mit nachfolgender Verbrachung und Verbuschung in den traditionellen Lebensräumen. Bei Zunahme der Vegetationsdichte und -deckung in der Krautschicht wirken die Erhöhung der Bodenfeuchte und Verringerung der Erwärmung negativ auf die Entwicklung der Eigelege im Boden. Daher ist regelmäßige und durchaus intensive Schafbeweidung eine wichtige Voraussetzung für dauerhaften Erhalt der Vorkommen der Art an wirtschaftlich unrentablen Magerrasenhängen.