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Zauneidechse

Fauna
Zauneidechse (Quelle: Dr. Stefan Böger)

Verbreitung: Bayern ist bis in den alpinen Bereich annähernd flächendeckend besiedelt, jedoch mit Verbreitungslücken. Lokal gibt es deutliche Bestandsrückgänge.

Lebensraumansprüche: Die wechselwarme Zauneidechse besiedelt wärmebegünstigte Lebensräume wie z.B. trockene und besonnte Waldränder, Bahndämme, Heideflächen, Sandgruben und ähnliche Lebensräume, die ein Mosaik wichtiger Habitatstrukturen wie offene, lockerbödige Bereiche als Sonn- und Eiablageplätze, dichter bewachsene Abschnitte mit Altgras, Totholz, oft auch kleinen Gehölzen als Deckungsmöglichkeit und Schutz vor zu hohen Temperaturen sowie geeignete frostfreie Winterquartiere aufweisen. Überwinterung zwischen September/Oktober bis März/April i.d.R. im Sommerlebensraum. Eiablage ab Ende Mai/Juni in selbst gegrabenen Erdlöchern an besonnten, kaum bewachsenen Stellen. Jungtiere schlüpfen 2-3 Monate später. Nahrung: v.a. bodenlebende Insekten, Spinnen.

Im Naturschutzgebiet Buchleite ist die wärmeliebende Zauneidechse vor allem an gut besonnten Stellen mit den genannten Habitatstrukturen zu finden. Am häufigsten ist die Art am ostexponierten Waldrand zu beobachten.

Gefährdung: In Europa streng geschützt, in Bayern Art der Vorwarnliste. Bestandsabnahme wegen Zerstörung der Lebensräume bzw. auch einzelner der für die Art wesentlichen Strukturen (z.B. besonnte Eiablageplätze) durch Nutzungsaufgabe mit folgender Verbuschung, Nutzungsintensivierung mit Verschwinden der offenen Bereiche und vollständiger Entbuschung, Entfernung von als Wanderleitlinien genutzten linearen Strukturen (Raine, Hecken, Gebüsche, Waldränder/-säume).