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Zweifarbige Beißschrecke

Fauna Heuschrecke
Zweifarbige Beißschrecke (Quelle: Wilfried Löderbusch / piclease)

Verbreitung: Die euroasiatisch verbreitete Zweifarbige Beißschrecke besitzt in Bayern ihre Hauptverbreitung in Unterfranken und im westlichen Oberfranken. Deutlich lückigere Vorkommen liegen an der Donau, auf den Isar-Inn-Schotterplatten und in der Münchener Ebene.

Lebensraumansprüche: Die Zweifarbige Beißschrecke bewohnt trockenwarme Magerrasen mit deutlicher Bevorzugung kalkhaltiger Böden. Charakteristisch für die Lebensräume der Art ist eine magere, teils lückige, höherwüchsige und grasreiche Krautschicht. Hoher Nährstoffeintrag durch intensive Nutzung wird nicht toleriert. Flächig offene Bodenstellen werden ebenso gemieden wie stark verbuschte Habitate. Die Eiablage erfolgt in Pflanzenstängel.

Die Zweifarbige Beißschrecke wurde im NSG Buchleite in einer altgrasreichen Magerweide nahe dem südlichen Ortsrand von Markt Berolzheim angetroffen.

Gefährdung: Die Zweifarbige Beißschrecke ist in Bayern gefährdet. Ursachen für Bestandsrückgänge sind die Aufgabe ursprünglicher Bewirtschaftungsweisen auf Magerrasen, landwirtschaftliche Nutzungsintensivierung sowie Inanspruchnahme der Habitate durch Überbauung. Die Lebensräume der Art können durch Beweidung oder Pflegemahd und ggf. Entbuschungsmaßnahmen erhalten werden. Auf Düngung und insbesondere hohen Stickstoffeintrag sollte verzichtet werden.